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Gegen das Vergessen: Liedermacher Dany Bober besucht den Schulverbund

|   Schulverbund

Schülerinnen und Schüler der 9. Und 10. Klassen der Verbundschule Markdorf begegnen dem jüdischen Liedermacher Dany Bober
„Wie geht es Ihnen, wenn Menschen heute den Holocaust verleugnen?“, „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“, „Haben Sie selbst Antisemitismus erfahren?“ Diese und weitere Fragen stellten Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Verbundschule Markdorf dem jüdischen Liedermacher Dany Bober im Anschluss an seine musikalische Zeitreise durch die jüdische Geschichte und Kultur vergangenen Dienstag im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichtes. Aus Anlass der Anne-Frank-Ausstellung, die noch bis zum 7.11. in der Galerie des Kulturhauses Caserne im Fallenbrunnen 17 in Friedrichshafen zu sehen ist, kam Dany Bober mit seiner Gitarre auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung Bodenseekreis e.V. und gefördert durch das Bundesprojekt Demokratie leben! direkt an das Bildungszentrum Markdorf. Mittels vertonter Psalmen, jiddischen und chassidischen Liedern und Erzählungen bis hin zum „Lied von der freien Republik“ aus der Zeit der französischen Revolution und dem Ursprung von Donovans Donna Donna, erzählte Bober die historischen Hintergründe zu den Liedern und streute zwischenrein Wissenswertes über die Sprache, die kulturelle Vielfalt als auch über jüdische Religion und Philosophie ein. Anhand seiner eigenen Geschichte warnte er vor der gedankenlosen Weitergabe von Vorurteilen und machte den Unterschied zwischen göttlichem Humor und menschenverachtenden Witzen deutlich. Martin Buber zitierend gab er den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg: „Humor ohne Gläubigkeit führt zu Zynismus, aber Gläubigkeit ohne Humor führt zu Engstirnigkeit“ und „Wir sind alle Menschen, und sollten unsere Religion und Kultur leben in gegenseitigem Respekt und dabei auch voneinander lernen.“  Mit viel Applaus und einem Korb voller Bodenseeäpfeln sowie Blumen bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei dem Künstler und den Organisatorinnen.
Text: Iris Egger

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